Was ist eigentlich die Absprungrate?

absprungrate

Haben Sie sich schon einmal mit den Statistiken in Google Analytics befasst?
Falls ja, ist Ihnen bestimmt schon der Begriff „Absprungrate“ aufgefallen, die mit einem Prozentsatz angegeben wird.

Was bedeutet das genau?

Der Begriff ist eigentlich sehr schnell erklärt – Hier werden die Besucher gemessen, die auf Ihre Webseite gelangen und diese dann ohne Klick auf weitere Inhalte wieder verlassen.

Was können Gründe sein, dass jemand abspringt?

Der einfachste Grund ist – der Besucher hat nicht die gewünschten Inhalte gefunden bzw. die Webseite entspricht nicht seinen Vorstellungen,
sei es bezüglich Optik, Struktur oder Informationsgehalt.
Bei Smartphones und Tablets ist es auch häufig so, dass eine nicht mobil aufbereitete (responsive) Webseite nicht bedienerfreundlich ist und es für den Interessenten mühsam ist, darin zu navigieren.
Eine andere Möglichkeit ist, dass jemand über einen externen Link (z.B. Newsletter, Social Media-Verweis zu einem Blogbeitrag etc.) auf Ihre Homepage gelangt und eben dann nur diesen einzelnen Beitrag konsumieren möchte, möglicherweise auch weil ihm den Rest der Webseite schon bekannt oder für ihn irrelevant ist.

Welche sonstigen Faktoren können zu einer höheren Absprungraten führen? 

Es gibt technische Faktoren, die die Messung einer höheren Absprungrate verursachen – nämlich wenn z.B. über die Einstellungen bestimmte Seiten aus der Messung ausgeschlossen werden (via Robots.txt), so dass bestimmte Pfade gar nicht gemessen werden, auch wenn tatsächlich jemand auf diese Seite wechselt.
Auch kann es sein, dass der Tracking-Code, der im (nicht für die Öffentlichkeit sichtbaren) Quellcode eingebunden ist, nicht auf jeder Seite korrekt implementiert ist und somit diese Seiten ebenfalls nicht gemessen werden.
Webseiten die aus nur einer Seite bestehen (sogenannte OnePager, wo Informationen in einer sehr komplexen einzelnen Seite mit viel Scrollen aufgeführt werden) werden auch mit hohen Absprungraten gemessen, da es schlichtweg keine anderen Seiten gibt.

Auch kann es sein, dass Sie schlichtweg auf die falschen Keywords setzen und die Nutzer über eine Suchmaschine mit falschen Erwartungen zu Ihnen gelangen. Deshalb lohnt es sich, immer wieder zu prüfen ob die verwendeten Suchbegriffe noch aktuell sind und auch tatsächlich den Kundenbedürfnissen entsprechen.

Was Sie ausserdem nicht beeinflussen können sind Begriffe, die in anderen Sprachen eine andere Bedeutung haben, ähnliche Regionsbezeichnungen / Ortschaften mit identischem Namen etc. – hier besteht ein Restrisiko, dass die Suchmaschinen nicht die richtigen Kunden ansprechen, obwohl Sie sonst alles richtig gemacht haben.

Am Besten fahren Sie damit, die Statistiken regelmässig zu prüfen, auch wenn Sie es nicht auf die Spitze treiben müssen lohnt es sich, Probleme aufzudecken und zu beheben um Ihre Visitenkarte möglichst erfolgreich Ihren Zielkunden präsentieren zu können.

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